Was haltet Ihr davon?

Frage von Anais: Was haltet Ihr davon?
Bin in dem Pflegeheim (wo meine Schwiegermutter lebt) angesprochen worden ob ich bereit wäre einige ehrenamtliche Dinge zu übernehmen, wie Vorlesen, basteln oder Spielenachmittage etc.?
Ich würde es ja gerne für die alten Leute machen aber mein Mann meint, damit würde ich noch die Stellenstreichung bzw. nicht Wiederneubesetzung unterstützen. Schwanke wirklich hin und her, da mein Mann zwar Recht hat, mir die Leute aber leid tun.
Noch zur genaueren Erklärung. Es waren dort zwei Kräfte eingestellt, für solche Arbeiten wie Basteln etc. Sozailbetreuung, jetzt ist eine Kraft weg und es wird Keiner mehr eingestellt und somit fehlt da was.
Ich habe schon signalisiert, das ich Vorlesen, Spielenachmittage oder und auch Erzählstunden machen würde.
Im Basteln bin ich eh nicht so gut.
Denke wohl das ich es machen werde, mein Mann versteht mich ja, denn ich denke, wenn es Keiner macht, fallen diese Dinge ganz weg. Und was haben die Alten denn noch? Ich sehe es ja 2 x in der Woche und ärgere mich stets über das Haus und die Situation aber so ist es wohl überall, denn wir haben scbeinbar noch ein gutes Haus erwischt.

Beste Antwort:

Answer by tigerle310
da täuscht sich dein mann. selbst wenn der personalschlüssel zukünftig kräftig verbessert werden würde, was nicht der fall sein wird, ist kein arbeitsplatz durch vorlesen etc. gefährdet.
meiner meinung nach kannst du dies getrost machen, wenn du dich dazu berufen fühlst.

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9 Kommentare bisher

  1. homero am 26.12.2011

    Hallo, ich würde Ihnen empfehlen im Pflegeheim nachzufragen ob Sie die selbe Tätigkeit nicht vielleicht gegen Bezahlung machen können. Ehrenamtlich könnten Sie mehr Leistung, Engagement oder andere kreative Sachen die den Bedürftigen das Leben schöner machen bieten.

    Viel Erfolg

  2. Sunnyflower am 26.12.2011

    Wenn Du zusagst, haben die Leutchen eine Abwechslung mehr in ihrem öden Alltag, denn ich glaube kaum, dass das Personal Zeit hat, sich für solche Arbeiten freimachen zu können.
    Ich fände es eine Supersache, wenn Du zusagen würdest und Dir gäbe es eine absolut grossartige Befriedigung, den Menschen etwas Gutes getan zu haben.

  3. blauclever am 26.12.2011

    Pflegeheime sind vom Pflegepersonal her total unterbesetzt. Für Vorlesen u.ä. ist kaum Zeit und Geld vorhanden. Der Ehemann hat NICHT Recht! Jede freiwillige ehrenamtliche Tätigkeit ist dort sicher hoch willkommen.

  4. sinchen am 26.12.2011

    Dein Mann irrt. Es ist eine ehrenamtliche Tätigkeit für die Du nicht bezahlt wirst. Den Lohn bekommst Du von den alten Leuten – nämlich Freude und Dankbarkeit.

  5. Consejero para el bienestar am 26.12.2011

    Ich war hausmeister in einem Betreuten Wohnen . Ich habe ehrenamtlich für die Bewohner sogar Ausflüge und Ernährungsvorträge organisiert. Mein Ziel war es das die Bewohner schöne Stunden mit mir und meiner Frau verbringen konnten.
    Unsere Geburtstage wurden immer mit allen Bewohnern gemeinsam gefeiert. Zweimal hat meine Frau sogar eine Tanzgruppe aus Lateinamerika organisiert. Nichts desto trotz hat mir dann die Eigentümergemeinschaft die Kündigung ausgesprochen. Die Wohnungen waren alle als Kapitalanlagen vermietet.
    mfg

  6. erhardgr am 26.12.2011

    Für Basteln und Spielenachmittage gibt es in den Altenheimen (der Diakonie) sozialpädagogische Fachkräfte.
    Aber Vorlesen, bei den alten Menschen am Bett sitzen, sich erzählen lassen und sich den Einzelnen zuwenden – das ist aufs höchst gefragt und wird sehr willkommen sein. Dafür sind keine bezahlten Stellen für Fachkräfte da.

    Kurz: Sage, dass du gern ehrenamtlich mitarbeitest, aber das jeweils für einzelne Menschen tun willst. Gruppenweises Arbeiten sollte den Fachkräften zugeteilt werden.

  7. Hermann am 26.12.2011

    Ehrenamtliche Tätigkeiten haben mit Stellenstreichungen keine Verbindung. Ehrenamt gibt es seit langem. Die Schwankungen im Personalschlüssel sozialer Einrichtungen sind weitgehend unabhängig von der Anzahl der Ehrenamtlich Tätigen, diese kommen in den dazugehörigen Verhandlungen auch nicht als Rechengröße vor.

    Die Frage der Stellenstreichung hängt viel mehr an den öffentlichen Finanzen (und damit indirekt an der Steuerpolitik). Die heutigen schlechten Staatsfinanzen hängen z.B. damit zusammen, dass der Anteil der Unternehmenssteuern in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist: 1983 14,3%; 1998 6,7%; 2001 1,8% jeweils des Gesamtsteueraufkommens. Solche Prozesse bestimmen die Entwicklung der Stellenpläne in sozialen Einrichtungen.

  8. mannimanaste am 26.12.2011

    Ich stimme Deinem Mann erst mal prinzipiell zu, natürlich haben ehrenamtliche Tätigkeiten etwas mit der Bereitstellung bezahlter Stellen zu tun.

    Dennoch kannst Du es natürlich machen, denn wenn Du es nicht machst, wird dies erst einmal die alten Menschen treffen, und es ist leider mehr als fraglich, ob sie noch in den Genuß kommen zu erleben, dass jemand zum Vorlesen eingestellt wird. Man kann auch sagen, es ist ausgeschlossen… :(

    Etwas anders sehe ich die Sache bei professionellen Spendenaufrufaktionen von Institutionen wie dem DRK oder der deutschen Flugrettung. Die kommen mit ihren Spendenaufrufen mit Hochglanzbroschüren daher, statt dass sie die Gelder und Energie für solche Aktionen dafür verwenden, bei den zuständigen Politikern mehr Druck zu machen.

    Wir alle wollen doch, dass der Staat dem DRK und der deutschen Flugrettung genügend Gelder bewilligt, dass sie uns im Notfall schnell und fachgerecht retten können, und der Staat sind doch schließlich wir, beziehungsweise unsere Steuergelder!

    Aber in dem Heim bist Du ja nicht mit Hochglanzbroschüren angeworben worden, sondern einfach nur von Mensch zu Mensch gefragt. Und dieses Minimum an Aufwand kann Dich vielleicht zum Handeln bewegen, auf keine Fall aber irgendwelche Bürokraten oder Politiker.

    Daher treffe ich die Unterscheidung zwischen der Position Deines Mannes und dem persönlichen Bedürfnis zu Helfen nach dem Kriterium des Aufwands, mit dem die Bitte an mich herangetragen wird.

    Ist der Aufwand groß genug, um auch politische Wirksamkeit erreichen zu können (Hochglanzbroschüren, Stände in der Stadt, großer Personalaufwand, usw.), dann verweise ich auf die meiner Meinung nach falsche Zielrichtung dieses Aufwands und verweigere meine Mitarbeit oder Spende.

    Viele Grüße,
    Martin

  9. Bernd E am 26.12.2011

    Die Alten Leute werden sich bestimmt über dich und deine Bastel Künste freuhen.Ich glaube nicht das ein Heim weiter Stellen kürzen wird wen man Ehrenamtlich für seine Mitbürger da ist.

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